Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler, in Gold und Blau bewehrt und bezungt.
Der Frankfurter Adler geht auf den einköpfigen Reichsadler aus dem dreizehnten Jahrhundert zurück. Als Zeichen der Abhängigkeit der Reichsstadt zum Reich trägt der Adler eine Krone. Im Jahre 1841 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz die heutige Darstellung des Wappens. Allerdings sollte eine radikal vereinfachte Version des Grafikers Hans Leistikow das Wappen in den 1920-Jahren ersetzen: Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung missfiel der Vorschlag allerdings. 1936 wurde das alte Wappen wieder eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten erneut verschiedenen Darstellungsweisen des Adlers, bis 1952 die Hauptsatzung das Wappen von 1936 festlegte. Der Leistikow-Adler wird heute nur noch in Einzelfällen, z. B. auf der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt oder auf der Fahne des Instituts für Stadtgeschichte, verwendet.
Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Etwa ein Drittel des Stadtgebiets ist als Landschaftsschutzgebiet Frankfurter Grüngürtel ausgewiesen. Dazu gehört auch der Frankfurter Stadtwald, einer der größten Stadtwälder Deutschlands. Das Stadtgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 23,4 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung über 23,3 Kilometer.
Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 Meter über Normalnull. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 Meter über Normalnull. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.
Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg vor der Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Landkreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).
Geologisch sind im Stadtgebiet die seit dem jüngeren Pliozän und im Pleistozän entstandenen vier Flußterrassen von Main und Nidda erkennbar. Die höchste Terrasse setzt sich aus Taunusgesteinen zusammen und ist im Stadtgebiet nur im Bereich des Berger Rückens anzutreffen. Auf der oberen Terrasse von 170 bis 120 Meter liegen die nördlichen und nordöstlichen Stadtteile, die nach Nordwesten zur Nidda und nach Süden am Bornheimer Hang und am Röderberg steil abfallen, sowie der Süden von Sachsenhausen mit dem Mühlberg und dem Sachsenhäuser Berg. Die mittlere Terrase liegt in einer Höhenlage zwischen 100 und 115 Metern. Sie ist im Stadtgebiet zum Beispiel in der Kelsterbacher Terrasse und im Steilufer der Altstadt von Höchst zu erkennen. Die unterste Terrasse zwischen 95 und 90 Metern entstand im Holozän. Sie begleitet den Main zu beiden Seiten. Auf ihr liegen der Domhügel, die historische Keimzelle der Stadt, und der Karmeliterhügel.
Die ältesten Temperaturmessungen stammen aus dem Dezember 1695 und sind in der Chronik des Achilles Augustus von Lersner überliefert. Seit 1826 existieren kontinuierliche Messreihen, wenn auch für unterschiedliche Stationen. Heute bestehen in Frankfurt mehrere Stationen des Deutschen Wetterdienstes, darunter diejenige am Flughafen, deren Messreihen bis ins Jahr 1949 zurückreichen.
Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 9,7 °C (Langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1961–1990) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 8,9 °C, Hamburg 9,0 °C, München 7,6 °C).
Das Frankfurter Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Im Winter liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur im Januar bei etwa 3,8 °C, die mittlere nächtliche Tiefsttemperatur bei −1,1 °C (Referenzzeitraum 1971–2000). Schnee liegt im Januar im Mittel an etwa sieben Tagen; Die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist auch nicht lange liegen. Nur im Taunus nordwestlich der Stadt liegt im Winter häufiger Schnee.
Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25° C (an durchschnittlich zehn Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm. Dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit. Vor allem in der Innenstadt kann es im Sommer manchmal recht schwül werden.
Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 17,1 bis 19,4 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit 1,6 bis 2,7 °C im Mittel. Die Extremwerte liegen bei −21,6° C im Januar 1929 und +39,2 °C im August 2003.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1971 bis 2000 um 0,4 auf 10,1 °C, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug 611 Millimeter. In der Innenstadt liegen die mittleren Temperaturen aufgrund des Mikroklimas um etwa 0,6 °C höher als am Flughafen, während die Niederschläge im Lee des Taunus geringer sind als im Umland.
Die vorherrschende Windrichtung ist West. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 63 Millimeter, der geringste im Februar mit 38 Millimeter im Mittel der Jahre 1971 bis 2000.