Artorima erubescens wächst in den mexikanischen Bundesstaaten Oaxaca und Guerrero in Höhenlagen von 2400 bis 3100 Meter der Sierra Madre del Sur und der Sierra San Felipe. Sie kommt als Epiphyt in Nebelwäldern mit Kiefern- und Eichenarten vor. Die Temperaturen können dort zwischen Tag und Nacht stark schwanken und in Winternächten, zur Blütezeit der Pflanzen, bis auf den Gefrierpunkt fallen.
Innerhalb der Unterfamilie Epidendroideae wird die Gattung Artorima und dort in die Tribus Epidendreae eingeordnet. Artorima ist nah verwandt mit Prosthechea und Alamania. Weitere verwandte Gattungen sind in der Subtribus Laeliinae zusammengefasst.
Artorima erubescens wurde schon 1840 von Lindley als Epidendrum beschrieben, von Rudolf Schlechter dann 1914 in die Gattung Encyclia gestellt. Dressler und Pollard stellten 1971 eine eigene Gattung für diese Art auf.
Der Name Artorima setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen „artus“ und „rima“ und bedeutet „schmaler Spalt“. Er bezieht sich auf die Flügel der Säule, zwischen denen nur ein Spalt bleibt. Das Artepithet erubescens, „errötend“ bezieht sich auf die rosafarbenen Blüten.